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Es sind noch Plätze und Leihpferde frei!

Flutpolder Schwenningen

2008-04 Überblick Umgebung Riedmühl-Ranch

Wir wollen:

- allgemeine Informationen zum Thema "Flutpolder" zugänglich machen.

- die wichtigsten Fragen zum Thema "Flutpolder" beantworten.

- die Auswirkungen auf die Riedmühl-Ranch und damit auch auf den Verein Riedreiter Schwenningen e.V. beleuchten und unsere Position zum Thema "Flutpolder" erläutern.

- um Eure Mithilfe bitten. Denn wenn der Polder so realisiert wird, wie es in den Plänen der Bayerischen Staatsregierung steht, so bedeutet dies das Ende der Riedmühl-Ranch!

 

Hier findet Ihr viele wichtige Informationen über die Aktivitäten der IG "Hochwasserschutz Ja - Flutpolder Nein"

 

Unsere letzte Aktivität: Der Flutpolder-Ritt am 11.7.2015

Bericht über die Vereinsveranstaltung „Der Flutpolder-Ritt“ am 11.7.2015 35 Vereinsmitglieder und Freunde des Riedreiter Schwenningen e.V. mit insgesamt 20 Pferden trafen sich am Samstag, den 11.7.2015 auf der Riedmühl-Ranch in Schwenningen. Die Einführung erfolgte durch Betriebsinhaberin Birgit Büchner.Sie stellte als erstes klar: Hochwasserschutz ja, aber bitte mit Sinn und Zweck. Wir akzeptieren unsere Verantwortung als Oberlieger und verstehen, dass eher wir unter Wasser gesetzt werden sollen, als eine ganze Stadt. Nur werden nach unserer Meinung die negativen Aspekte des Flutpolders zu wenig bis gar nicht behandelt und seine potentielle Schutzwirkung ist auch in Fachkreisen sehr umstritten. Zur Theorie: Ein Flutpolder ist ein umdeichtes Gebiet, das bei einem extremen Hochwasser wie eine Badewanne geflutet wird, um flußabwärts die Dämme zu entlasten. Nach dem Abflauen des Hochwassers (max. 14 Tage) wird das Wasser in den Fluß zurückgeleitet. Nach Berechnungen der TU München kann der Schwenninger/Tapfheimer Polder im Idealfall eine Hochwasserwelle um bis zu 13 % kappen. Das bedeutet für die Unterlieger eine spürbare Entlastung. Die Schutzwirkung ist jedoch räumlich sehr begrenzt. Nicht in die Bewertung miteingeflossen ist außerdem der parallel südlich zu uns verlaufende Riedstrom (ein natürliches Überschwemmungsgebiet, das beim Bau der Staustufe erhalten wurde). Durch die Öffnung des Polders würde weniger Wasser in den Riedstrom fließen, was die Wirkung des Polders auf die Wassermenge in Fluß deutlich reduzieren würde. Bei der Wirkungsanalyse wurden drei bekannte Hochwasserereignisse simuliert, in einem Fall lag die Wirksamkeit bei 20 % der möglichen Wirkung, d.h. die Hochwasserwelle würde nicht einmal um 3 % gekappt werden. Dafür die Zerstörung von über 700 ha Ackerland, Naturschutzflächen und Naherholungsgebiete in Kauf zu nehmen, halten wir für unangemessen. Warum „Zerstörung“? Biologin Dr. Friederike Raab erläuterte sehr anschaulich die Folgen für die Böden im Polder nach einer Flutung. Da die meisten Hochwasserereignisse im Sommer sind, wird das stehende Wasser sehr warm und enthält keinen Sauerstoff mehr. Das führt zu einem Absterben sämtlichen Bodenlebens und aller Pflanzen, lediglich einige Bäume, die aus dem Wasser ragen, haben eine Chance. Es ist mit 20 bis 30 cm Sedimenten zu rechnen, aus Schlick, Steinen, Treibgut und darin die ertrunkenen Tiere, die es nicht rechtzeitig aus dem Poldergebiet geschafft haben. Auch wenn langsam genug geflutet werden würde, dass sich die großen Tiere (Rehe, Füchse, Hasen) in Sicherheit bringen könnten, werden sich bei einer Fläche dieser Größenordnung viele nicht retten können. Alle kleineren flugunfähigen Tiere (Mäuse, Kaninchen...) werden sowieso ertrinken. Der Verwesungsgestank und die nachfolgende Mückenplage, die Zerstörung der Landschaft auf Jahre werden die Menschen und Tiere der umliegenden Gemeinden auf Jahre hin belasten. Denn auf diesem Boden ist erstmal keine Landwirtschaft mehr möglich, außerdem wären 150 ha Naturschutzflächen, die seit Jahrzehnten gepflegt werden, unwiederbringlich verloren. Da das Schwenninger Ried zum Ort hin abfällt, ist eine Entleerung des Polders durch alleiniges Öffnen der Auslassbauwerke gar nicht möglich. Am Ortsrand wird ein See zurückbleiben, der entweder langsam austrocknet oder mit Feuerwehrschläuchen und Pumpen geleert werden muss. Nach Aussage von Fr.Dr. Raab gibt es wesentlich effektivere Maßnahmen für den Hochwasserschutz: Mit Deichrückverlegung und Renaturierung wird den Flüssen wieder der Raum verschafft, den sie brauchen. Hier hilft kein Stückwerk, solche Maßnahmen müssen entlang des gesamten Flusslaufs erfolgen. In anderen Ländern wird dies bereits sehr erfolgreich praktiziert, lediglich die bayerische Staatsregierung setzt fast ausschließlich auf technischen Hochwasserschutz. Birgit Büchner erläuterte dann die Argumentation der Staatsregierung, nach der die Polder nur im Notfall bei einem extremen Hochwasser (HQ100 +15) zum Einsatz kommen würde. Eine Flutung erfolgt also sehr selten. Nur ist das mit der Statistik so eine Sache: Eine Wahrscheinlichkeit von alle hundert Jahren kann heißen, das Ereignis tritt in drei Jahren dreimal auf oder auch 300 Jahre lang gar nicht. Dies bedeutet auch Milliardenkosten für ein Bauwerk, welches bei „normalen“ Hochwassern gar nicht in Benutzung ist und trotz Nichtbenutzung jahrhundertelang intensiv gepflegt werden muss, damit es im Notfall sicher funktioniert. Die negativen Folgen für die Riedmühl-Ranch sind schon beim Bau des Polders massiv: Nach dem jetzigen Stand der Dinge sind für uns Objektschutzmaßnahmen um dem Hof geplant, d.h. ein Dammring. Dann haben die Pferde dauerhaft keinen direkten Zugang zu den Koppeln mehr und es entsteht ein zusätzlicher Arbeitsaufwand von mehreren Stunden (bei 30 Pferden*10 Minuten pro Pferd ca 5h täglich), nur um die Pferde auf die Weide und zurück zu bringen; hinzu kommen Kosten für Wasserleitungen und Unterstände. Während der Bauarbeiten wird aufgrund der Lärm- und Staubbelastung kein Untericht möglich sein. Damit hat sich eine gewerbliche Nutzung der Anlage wahrscheinlich ab Baubeginn erledigt. Was uns am meisten stört: Die negativen Seiten und die unter Umständen mangelnde Wirksamkeit des Polders wird im Gutachten behandelt, fließt aber nicht in die Bewertung ein. Von der Staatsregierung und vom Wasserwirtschaftsamt scheint keiner das Gutachten wirklich gründlich gelesen zu haben (Hochwasserdialog im Feb 2015 in Höchstädt: keiner auf dem Podium wusste, dass es uns im Poldergebiet überhaupt gibt, obwohl dies im Gutachten explizit aufgeführt wird: „Einzelgehöfte im Bereich des Polders“ auf S.72 und der Hof auf der Übersichtskarte, die zu Beginn der Veranstaltung ausgeteilt wurde, als Wohngebiet deutlich erkennbar (rosa) gekennzeichnet ist). Negative Aspekte werden also schlicht ignoriert und spielen bei der Entscheidungsfindung der Regierung keine Rolle! Beim anschließenden Ritt entschieden sich alle Teilnehmer aufgrund der angesagten Hitze für die kurze Strecke entlang der Schwenninger und Gremheimer Poldergrenze. Sehr anschaulich zeigten hier die von der IG „Hochwasserschutz Ja - Flutpolder Nein“ aufgestellten Markierungen in welcher Höhe der Polderdamm verlaufen wird und wie hoch dahinter das Wasser stehen wird. Nach dem Ritt erholten sich die Pferde auf der Koppel, Reiter, Fußgänger und Radfahrer saßen beisammen und besprachen sich. Nach dem Erörtern offener Fragen kam es zu einer Beitrittswelle zur IG „Hochwasserschutz Ja - Flutpolder Nein“. Wir hoffen sehr, damit auf unser Anliegen aufmerksam gemacht zu haben. Weitere Veranstaltungen werden folgen.   Da die Seite sich gerade im Aufbau befindet und ich auch möglichst aktuell sein möchte, schaut einfach öfter mal rein, denn bis alles, was wir wissen und zu sagen haben, wird es eine Weile dauern. Eure Birgit Büchner am 16.7.2015.
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